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S&C Academy · 13

Mikropigmentierung und Permanent Make-up

Mikropigmentierung und Permanent Make-up

Was ist Mikropigmentierung?

Die Mikropigmentierung ist eine Form der Hautpigmentierung, bei der Farbpigmente mit feinen Nadeln in die oberen Hautschichten (Epidermis bis obere Dermis) eingebracht werden. Anders als beim klassischen Tattoo wird flacher und mit speziellen, hautverträglichen Pigmenten gearbeitet — das Ergebnis ist dezent, natürlich und hält je nach Zone und Technik 1–5 Jahre, bevor es langsam verblasst.

Kopfhaut-Mikropigmentierung (Scalp Micropigmentation, SMP)

  • Spezialtechnik für Männer und Frauen mit Haarausfall: Tausende winziger Pigmentpunkte imitieren rasierte Haarfollikel und lassen die Kopfhaut wie frisch rasiert bzw. dichter behaart wirken
  • Anwendungen: androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall), Geheimratsecken, lichtes Haar, Narben nach Haartransplantation oder Verletzungen, Alopezia areata
  • Ablauf: Beratung und Haarlinien-Design, dann meist 2–4 Sitzungen à 2–4 Stunden im Abstand von 1–2 Wochen — Schicht für Schicht wird die Dichte aufgebaut
  • Die Punktgröße, Farbtiefe und der Farbton werden auf Hautton und Resthaar abgestimmt; gearbeitet wird mit speziellen SMP-Geräten und Kohle-basierten Pigmenten
  • Haltbarkeit 3–5 Jahre, danach Auffrischung; die Pigmente verblassen gleichmäßig und verfärben nicht bläulich wie alte Tattoos
  • Pflege danach: 4–7 Tage kein Waschen, kein Schwitzen, keine Sonne; langfristig Sonnenschutz auf der Kopfhaut

Arten des Permanent Make-up (PMU)

  • Augenbrauen: Microblading (manuelle Härchentechnik mit Klinge), Powder Brows / Ombré Brows (schattierte, pudrige Technik mit Gerät), Kombinationstechniken
  • Lidstrich: Wimpernkranzverdichtung (dezente Linie zwischen den Wimpern), klassischer oder schattierter Lidstrich
  • Lippen: Lippenkontur, Volllippen-Schattierung (Aquarell-Lips), Korrektur von Asymmetrien und blassen Lippenrändern
  • Medizinische Pigmentierung: Warzenhof-Rekonstruktion nach Brustoperationen, Narben- und Vitiligo-Korrektur, Camouflage — ein Bereich mit hohem therapeutischem Wert

Ablauf einer PMU-Behandlung

  • Ausführliche Anamnese, Aufklärung und Einverständniserklärung, Fotodokumentation
  • Vorzeichnung und Farbwahl gemeinsam mit der Kundin — erst nach Freigabe wird pigmentiert
  • Betäubungscreme auftragen, Pigmentierung mit Gerät oder Handpiece, Einmalnadeln
  • Nachbehandlung nach 4–6 Wochen: Perfektionierung, da ein Teil des Pigments in der Heilung verloren geht
  • Heilung: 7–14 Tage, leichte Krusten — nicht abziehen, keine Sauna, kein Solarium, kein Schwimmbad