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S&C Academy · 12

Körperbehandlungen — Paraffin, Peelings und Bodyforming

Körperbehandlungen — Paraffin, Peelings und Bodyforming

Körperbehandlungen im Kosmetikstudio

Neben dem Gesicht gewinnen Körperbehandlungen im Studio immer mehr an Bedeutung: Sie pflegen die Haut, regen Durchblutung und Lymphfluss an und verbinden sichtbare Ergebnisse mit tiefem Wohlbefinden. Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Behandlungen zusammen — von der Paraffinpflege über Peelings bis zu den straffenden Massagetechniken.

1. Paraffinbad für Hände und Füße

  • Warmes Paraffin (ca. 52–55 °C) umhüllt die Haut, öffnet die Poren und macht sie aufnahmefähig für Wirkstoffe
  • Ideal bei trockener, rissiger Haut, nach Manicure oder Pediküre und im Winter
  • Ablauf: Peeling und Pflegecreme auftragen, Hand oder Fuß 2–3-mal in das Paraffin tauchen, Folie und Frotteehandschuh darüber, 15–20 Minuten einwirken lassen
  • Abnahme als geschlossene Schicht — die Haut ist danach spürbar weich und durchblutet
  • Kontraindikationen: offene Wunden, Pilzinfektionen, akute Entzündungen, starke Couperose der Hände

2. Peelings für Hände, Füße und Körper

  • Hand- und Fußpeeling: mechanische Peelings mit Zucker, Salz oder Reismehl entfernen Hornhautschüppchen und bereiten auf Maske und Paraffin vor
  • Ganzkörperpeeling: entfernt abgestorbene Zellen, glättet die Haut, regt die Mikrozirkulation an und verbessert die Aufnahme von Pflegeprodukten — ideal vor Selbstbräuner oder Body-Wraps
  • Zuckerpeeling (Body Scrub): Zucker löst sich während der Massage teilweise auf und wirkt dabei feuchtigkeitsbindend — sanfter als Salz, auch für empfindliche Haut geeignet
  • Salzpeeling: intensiver, mineralstoffreich, gut für raue Stellen an Ellenbogen, Knien und Fersen — nicht nach der Rasur oder bei kleinen Hautverletzungen
  • Häufigkeit: Körper 1-mal pro Woche, Hände und Füße nach Bedarf; danach immer reichlich Pflege auftragen

3. Straffende Körperbehandlungen (Bodyforming)

  • Maderotherapie: Massagetechnik mit anatomisch geformten Holzrollern und -elementen — regt Lymphfluss und Durchblutung an, lockert das Bindegewebe und wird bei Cellulite und zur Silhouetten-Modellierung eingesetzt; Kur von 8–12 Behandlungen empfohlen
  • Vakuum-Massage (Schröpfmassage / Vacuum): Mit Gläsern oder Gerät wird ein Unterdruck erzeugt, der das Gewebe anhebt — fördert die Durchblutung, unterstützt den Abtransport von Stoffwechselprodukten und strafft das Bindegewebe
  • Kombination mit Wraps: Algen-, Schlamm- oder Koffeinwickel verstärken den straffenden Effekt
  • Wichtig: realistische Erwartungen kommunizieren — sichtbare Ergebnisse entstehen in Kuren, begleitet von Bewegung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr
  • Kontraindikationen: Thrombose, starke Krampfadern, frische Verletzungen, Schwangerschaft, akute Infektionen, Krebserkrankungen in der Akutphase